Heute ist Sonntag, der 17.12.2017 | Mail Newsletter | Geschenk Gewinnspiel
Print

Krebsvorbeugung

Experten meinen, jeder einzelne könnte etwas für tun, um sein Krebsrisiko zu minimieren.
WhatsAppFacebookTwitterE-Mail

Kann man Krebs vorbeugen?

Krebs zählt weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Grund genug, dass internationale Wissenschafter sich Gedanken darüber machen, wie jeder einzelne sein Krebsrisiko reduzieren kann. Im aktuellen Report der internationalen Krebsforschungsorganisation WCRF (World Cancer Research Fund) erklären Experten was jeder persönlich tun kann.

Gleich zu Anfang - gesunde Ernährung, Meiden von Tabakrauch und regelmäßige körperliche Aktivität werden als entscheidende Faktoren anerkannt. Und zwar nachdem neun Fachinstitutionen und 21 unabhängige Experten über 20.000 Studien zu den Themen Ernährung, körperliche Aktivität, Körpergewicht und Krebsrisiko ausgewertet haben und davon 7.000 Studien in ihre Endbewertung eingeschlossen haben. Wozu raten die Experten?
  • Versuchen Sie normalgewichtig zu sein (BMI 18,5-25). Das gilt bereits für Kinder, aber auch im Erwachsenenalter soll die Zunahme des Körpergewichts und des Bauchumfangs vermieden werden. Möglicherweise ist die Körpergewichtsregulierung im Normalgewichtsbereich der wichtigste Schutz vor Krebs und auch vor anderen häufigen chronisch auftretenden Krankheiten.
  • Seien Sie täglich körperlich aktiv! Und zwar mindesten 30 bewegte Minuten pro Tag, entsprechend schnellem Gehen. Zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit sollten sogar 60 Minuten moderate oder 30 Minuten intensive körperliche Aktivität angestrebt werden. Und sitzende Akivitäten wie Fernsehen sollten begrenzt werden, denn Bewegungsmangel führt in der Regel zu einem überhöhten Körpergewicht.
  • Essen Sie energiereiche Lebensmittel nur selten, verzichten Sie auf zuckerhaltige Getränke und meiden sie Fast Food. Der übermäßige und regelmäßige Konsum dieser Lebensmittel wird als eine der Ursache für die weltweit ansteigende Zahl übergewichtiger Menschen gesehen.
  • Bevorzugen Sie pflanzliche Lebensmittel. Essen Sie täglich mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst und zu jeder Mahlzeit Getreideprodukte aus Vollkorn oder Hülsenfrüchte. Denn eine umfassende Betrachtung der Daten zeigt, dass die meisten Kostformen, die gegen Krebserkrankungen schützen, überwiegend aus pflanzlicher Nahrung bestehen.
  • Essen Sie Fleisch in Maßen. Fleisch leistet einen gewissen Beitrag zur Nährstoffversorgung im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung, kann aber auch das Krebsrisiko erhöhen. Auf der sicheren Seite ist man, laut Expertenmeinung, wenn man maximal 300 Gramm pro Woche, also etwa zwei Filets, verzehrt und verarbeitete Fleischprodukte vermeidet.
  • Schränken Sie den Konsum alkoholischer Getränke ein. Die Empfehlung liegt bei maximal einem Glas pro Tag für Frauen und zwei Gläsern für Männer. Damit soll das Krebsrisiko minimiert und die positiven Effekte eines moderaten Alkoholkonsums auf die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen maximiert werden.
  • Auch das Haltbarmachen, Verarbeiten und Zubereiten von Lebensmitteln wurde untersucht. Besonders wichtig sei es, wenig gepökelte und salzige Lebensmittel zu essen und die Aufnahme verschimmelter Lebensmittel zu vermeiden. Insbesondere verschimmeltes Getreide und verschimmelte Hülsenfrüchte werden als risikoreich eingestuft.
  • Hochdosierte Nährstoffe in Pillenform können sowohl vor Krebs schützen, als auch eine Entstehung begünstigen. Da zur Zeit keine sicheren Daten zu Nutzen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln vorliegen, wird empfohlen, den Nährstoffbedarf ausschließlich durch Lebensmittel und nicht durch Nahrungsergänzungsmittel zu decken.
  • Vorbeugen beginnt schon bei den ganz kleinen Erdenbürgern. Das beste sei es nach wie vor, Babys bis zu sechs Monate ausschließlich zu stillen. Danach sollte mit der Einführung der Beikost begonnen werden.
Quelle: Zusammenfassung. Ernährung, körperliche Aktivität und Krebsprävention. Eine globale Perspektive. World Cancer Research Fund (WCRF) / American Institute for Cancer Research 2007. Der vollständige Bericht umfasst 520 Seiten und liegt in englischer, spanischer und chinesischer Sprache vor. Die deutschsprachige Zusammenfassung kann bei der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung bestellt werden.


WhatsAppFacebookTwitterE-Mail
Redaktion | Partner | Impressum | Sitemap | Werbung im 55PLUS-magazin
© by 55PLUS Medien GmbH in Liqu., Wien / Stand Dezember 2017