
Als das Museum Gugging im Jahr 2006 eröffnet wurde, ging eine lange Entwicklung zwischen Kunst und Psychiatrie voraus.

Ursprünglich als Abteilung einer psychiatrischen Anstalt errichtet, neben dem „Haus der Künstler“ gelegen, konnte sich nun das Museum als Ausstellungsort für die Kunstrichtung „Art Brut“ profilieren und international durchsetzen. Die Schöpfer der Werke sind nicht nur Patienten, sondern auch Künstler, die unangepasst aus sich heraus spontan malen und sich um gängige Kunstrichtungen und ihre Trends nicht kümmern.

Mittlerweile umfasst die Sammlung des Museums einen großen Bestand an Werken von Johann Hauser, Oswald Tschirtner, August Walla, Otto Prinz u.v.a. Neben der ständigen Schausammlung gibt es immer wieder Wechselausstellungen.
Diesmal werden Bilder der Schweizerin Ida Buchmann (1911-2001) gezeigt. Kräftiger Strich und knallige Farben zeichnen ihre Werke aus, die in großer Eile entstanden. Ihre Werke schuf sie aus einem inneren Ausdrucksbedürfnis und sind Zeugnisse einer sehr talentierten Frau, die auf künstlerische Richtlinien keine Rücksicht nahm und sich spontan verwirklichte. Die Inhalte der Bilder drücken ihr Bedürfnis nach Liebe und nach Liedern aus, denn während des Schaffens wurde oft gesungen.
Die Sonderausstellung ist noch bis 28. Oktober 2007, Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr, zugänglich. Das Museum Gugging hat ganzjährig geöffnet.
Zufahrt: Klosterneuburg-Kierling-Maria Gugging, Einfahrt Donauklinikum. (U 4, Bus 239, Haltestelle Donauklinikum).
Art brut-Center, Museum Gugging
A-3400 Maria Gugging
Telefon: +43 664/8490 695
www.gugging.org
Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.
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