Mit Liebe und Herz führen Igor und Barbara Lovercic ihr Lokal in unerreichte Höhen.
Gostilna ZejaIgor Lovercic
Ozeljan 32/i
SLO-5261 Sempas, Slowenien
Telefon: +386-5-30 88 459
Email:
zeja@siol.netÖffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 12.00 bis 15.00 Uhr und von 19.00 bis 22.00 Uhr, Sonntag von 12.00 bis 15.00 Uhr, Montag Ruhetag.
Vipava-Tal und PhilosophieZeja heißt ins Deutsche übersetzt Durst und dieser wird hier am Ende des Vipava-Tales gegen Nova Gorica hin vornehmlich mit Wein gestillt. Das Weingut Batic ist ein
Zeja-Nachbar und Sutor ist auch nicht weit entfernt. Das Lokal wird seit 14 Jahren von der Familie Lovercic, einer Fleischauerdynastie der Region, betrieben und startete auch als Fleischlokal. Die Steaks sind auch heute noch ein Klassiker.
Igor Lovercic mit seiner Frau
Barbara als Küchenchefin sorgte für einen kulinarischen Sonnenaufgang und leuchtet jetzt als Fixstern am Genießerhimmel.


Fast täglich fährt Igor nach Kroatien, um die besten Fische und Meeresfrüchte zu kaufen. Pula, Rijeka und kleine Orte auch in Nationalparks sind seine Anlaufstationen. Das Beste ist für sein
Restaurant Zeja gerade gut genug, und so ist er ständig auf der Jagd nach dem besten Fisch, der in den Händen seiner Frau erst nach dem Eintritt des Todes seine wahre Leistung erbringt und der Welt Freude bereitet. Der Enthusiasmus von Igor und Barbara ist unermüdlich, doch wer das Wort "Love" als Teil des Familiennamens führt, hat eine gewisse Verpflichtung und macht das alles mit Liebe.
Diese Begeisterung trägt das ganze
Zeja-Team nach außen und infiziert die Gäste im Rahmen eines langen Essens mit Frohsinn und Freude, zwei nahe Verwandte des Genusses. Die Köchin Barbara veredelt die phänomenale Frischware mit Spitzenzutaten, ist dabei sehr zurückhaltend und unterstützt den Grundgeschmack des führenden Elements mit gelegentlich sehr subtilen Methoden. Der Genießer nimmt oft gar nicht wahr, dass sie Hand anlegte, würde es aber sofort merken, wenn sie dies nicht täte.
Das 16gängige Adria-Menü
"Das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang", dieser Spruch, der sich so oft bewahrheitet hat, schoss uns beim ersten Gericht -
rohe Scampis, wie man sie nur alle zweihundert Jahre einmal zu Gesicht und auf den Gaumen bekommt - durch den Kopf. Am Ende des Mahls stellten wir fest, dass das einzig Schreckliche die Tatsache war, dass es vorbei ist. Es folgten
Tartar di Coda di Astice und dann ein
Tartar von der Orate,


beides wiederum zum Niederknien. Nur ein Hauch Olivenöl und eine Prise Salzblüte aus Portoroz und der köstliche Geschmack des Meeres. Das
Branzinocarpaccio überzeugt ebenfalls durch seine Leichtigkeit und die Unverfälschtheit. Kleine Stücke von Walderdbeeren gaben den Zusatzkick. Einen Einblick ins kulinarische Paradies gewährte das schöne Stück vom
Gelbflossenthunfisch aus Zadar in Kroation. Unerreichte Spitzenklasse.

Die Muscheln waren durch die Bank ein erlesener Genuss. Igors Lieferanten müssen ebenfalls Frischefanatiker sein. Hervorragend
gratinierte Canestrelli, die
Capesante war von außergewöhnlicher Qualität und köstlichem Geschmack. Eigentlich zu gut, um sie zu essen, vom zarten Gaumenkitzel zehrt man noch lange. Warum die
Musciole auch
Fighe di Mare heißen, wird spätestens beim Öffnen klar. Man muss sie am richtigen Punkt berühren und die Schalen gehen mit leichtem Druck wie von selbst auseinander. Sie rufen bei Männern Assoziationen hervor, wie eine schöne Solospargel-Stange bei Frauen. Schon vom Geruch her ist man jedoch mit den Fighe di Mare näher an der Wirklichkeit, herrlich!


Eine weitere Besonderheit war auch der
Granzo Poro. Krabbe mit Rosmarin im Ofen gebraten, dazu noch getrocknete Tomate und Oivenöl. Bemerkenswerte Kombination, die Barbaras stilsichere Hand einmal mehr unterstrich. Nach soviel Meer gingen wir kurz in den Wald, um Pilze zu verkosten.


Knackfrische
Eierschwammerln mit weißer Polenta und ein
Pilzsalat mit Steinpilzen, Eierschwammerln, ganz wenig Ruccola, Salz sowie viel Amore e Cuore (Liebe und Herz), so beschrieb Igor die Philosophie seiner Frau bei diesem Gericht. Die Zutaten Liebe und Herz konnten wir jedoch bei jedem Gericht in perfekter Dosierung ausfindig machen.


Unser Waldspaziergang endete bei einem
Risotto Nero, der ab sofort in meiner persönlichen Champions League einen Fixplatz hat. Den Anblick des Gerichts lässt kulinarisch Unbeleckte an Ölkatastrophen nach einem Tankerunglück denken, doch der Geschmack transportiert den Verkoster in eine andere Dimension. Für wenige Sekunden glaubt man an eine Erleuchtung und hört Choräle Halleluja singen. Als Goodie ist im Risotto noch ein Tagliolino versteckt, dessen Fülle aus den Wangen vom Branzino und Orate bestehen mit zusätzlichen weiteren kleinen Beigaben, die der Köchin Geheimnis bleiben.
Das exquisite - 16gängige - Menü zum Preis von nur € 60,-- wurde von slowenischen Spitzenweinen aus dem Vipava-Tal, dem Karst und der Goriska begleitet, die im
Zeja die Weinkarte bestimmen und das ist gut so. Für ein klassisches Menü mit reduzierter Speisenanzahl sind € 40,-- zu budgetieren.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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habe viele lokale besucht, aber die qualitat hier ist sensationell!!
Und auf der Weissweinflasche der steirische Panther!
Ein kulinarisches Paradies mit sehr freundlichem Service und tollem Preis/Leistungsverhältnis.
freut mich sehr, wenn Ihnen die Lokalempfehlungen gefallen. Ich bliebe drann, keine Frage;-)
Grüße, Mahlzeit und Prost.