Oberkrainer Genüsse im Zeichen des roten Lebkuchenherzens.
Gostilna Lectar Linhartov trg 2
SLO-4240 Radovljica
Telefon: +386-4-537 48 00
Email:
info@lectar.com www.lectar.com Öffnungszeiten: 12.00 bis 23.00 Uhr, Dienstag Ruhetag.
Vorspeisen: € 7,40 bis € 12,40; Suppen: € 3,30 bis € 5,--, Hauptspeisen: € 7,40 bis € 26,60 und Desserts: € 4,20 bis € 5,20.
Lebzelterei und Gasthaus Die oberkrainische Stadt Radovljica, in der Nähe von Bled, kann sich glücklich schätzen, einen Hauptplatz mit einem Gebäudeensemble der letzten sieben Jahrhunderte ihr eigen zu nennen. In einem jetzt 500 Jahre altem Haus im Zentrum wurde 1822 das
Gasthaus Lectar eröffnet, das vorher eine Lebzelterei und Kerzenzieherei beherbergte. Die ausgezeichneten Lebkuchenherzen, nach welchen auch das Gasthaus benannt wurde, machte die ehemalige Bäckerei weit über die Grenzen bekannt.


Die heutigen Eigentümer
Joze und Lili Andrejas führen diese alte Tradition fort und fertigen im Keller des Hauses vornehmlich rote Lebkuchenherzen nach uralten Rezepten. Diese werden liebevoll dekoriert und sind die essbare Visitenkarte der
Gostilna Lectar, an der sich Touristen aus aller Welt delektieren. Die Lebkuchenherzen sind neben dem Dichter und Dramatiker des 18. Jahrhunderts Anton Tomaz Linhart unverzichtbares Kulturgut der Stadt Radovljica.


Die
Gostilna Lectar ist ein Kleinod slowenischer Küche und Lebensweise dieses landschaftlich reizvollen Landstriches. Die verwinkelten Gemäuer verbergen mehrere Räume unterschiedlicher Größe, deren Volksverbundenheit und Originalität fühlbar sind. Die Bekleidung des Personals und die oberkrainer Hintergrundmusik bilden mit den Speisen der Region ein traditionelles und harmonisches Ganzes etwas abseits herrschender Klischees.
Oberkrainer Küche

Als Vorspeise gab es einen
schwarzen Rettich mit Topfen und Kren und wurde in diesen Worten auch vom oberkrainer Oberkellner präsentiert.


Eine leichte Vorspeise mit einer angenehmen Schärfe des Krens und des Rettichs. Die folgende
Kürbissuppe wurde dekorativ in einem ausgehölten Kürbis serviert und brach mit der Praxis der omnipräsenten Cremeversion und bestach durch vorzüglichen Geschmack, für den lokale Gewürze und Zutaten sorgten. Dieses Gasthaus ist zitronengrasfrei!


Eine Spezialität des Hauses, der
Bauernschmaus, wurde als Hauptspeise serviert. Mit diesem deftigen Gericht taucht man vollends in die opulenten
Genüsse Oberkrains ein. Blutwurst, Schlickkrapfen, gefüllter Saumagen, Struklij, Schweinsbraten dazu Sauerkraut mit Grieben, Saure Rüben, Heidensterz und geröstete Kartoffel füllten den übergroßen Teller und man freut sich, dass es noch so hervorragende Landgasthäuser, in denen das kulinarische Erbe eines Landes erhalten wird, gibt.


Nach zwei vorzüglichen Enzianschnäpsen, die ein Freund des Hauses herstellt, geht es an die Desserts. Frischer
Apfelstrudel,
Gibanica und zur Krönung einen
Heidenstrudel (Buchweizenmehl) mit Walnüssen und Honigsauce waren bestens und schlossen das Menü perfekt ab.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
Lesen Sie auch:
zurück