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Gesunde Wärme

Sauna oder Wickel: Seit Jahrhunderten wird Wärme in der Medizin eingesetzt – in völlig unterschiedlichen Bereichen.
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© 55PLUS Medien GmbH; 2012 / Sauna / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Gesunde Wärme

Chinesischen Medizinern ist es schon lange bekannt: Gezielte Wärmeanwendungen machen Schluss mit Erkältungen, Schmerzen und Erschöpfungszuständen. Vor allem Menschen mit einem erhöhten Bedürfnis nach Licht und Sonne befinden sich laut den Asiaten energetisch im „Yin-Zustand“. Gemeint ist, dass das Wohlergehen bei diesen Personen beispielsweise nach einer warmen Tasse Tee oder Suppe um ein vielfaches besser wird und dies bei Behandlungen durchaus von Vorteil sein kann.

Neben der Alternativen Medizin erkennen auch immer mehr Schulmediziner die Wirkung der Wärme gegen Schmerzen, Infekte und speziell auch als maßgeblicher Anreger unserer Selbstheilungskräfte. Die Durchblutung wird animiert und sorgt auf diese Weise für den Abtransport von Entzündungsstoffen aus dem Organismus und ferner für Hautwachstum und Heilung der Wunden.    

Wie Wärme im Körper wirkt

Die Wärme beeinflusst und steigert Stoffwechselprozesse. Vor allem Sehnen, Bänder und das Bindegewebe profitieren davon, zudem steigert sich die Dehnbarkeit der Bänder und somit die Beweglichkeit von betroffenen Gelenken. Muskeln entspannen sich und Schmerzen erfahren eine Linderung. Die Erweiterung von Blutgefäßen mitsamt einer Verbesserung der Durchblutung ist ein weiterer Effekt von Wärme.

Bei Temperaturen um 38 °C stellt sich eine spürbare Änderung ein, tiefer liegende Muskeln benötigen eine Hitze von 40 °C. Dabei ist die Dauer der Wärmeanwendung ausschlaggebend, damit sich Zellen im Organismus besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen können. Stoffwechselprodukte werden schneller aus dem Körper gebracht, und die Wirkung beginnt sich zu entfalten. Mediziner vermuten, dass die Wärme schmerzhemmende Nervenfasern im zentralen Nervensystem aktiviert und das Gefühl der Besserung einleitet.

So wird Wärme angewendet

© 55PLUS Medien GmbH, Wien / Edith Spitzer / Thermophor / Zum Vergrößern auf das Bild klickenZur Behandlung von Krankheiten und alltäglichen schmerzverursachenden Auslösern gibt es unterschiedlichste Anwendungen von Wärme. Liegen Muskelverspannungen oder Gelenksbeschwerden vor, sind wärmende Hautpflaster gut geeignet. Hier ist die Wärmequelle näher am Körper und die Wirkung intensiver als es bei einer Bestrahlung mit Rotlicht der Fall ist. Dies kann wiederum ideal bei Stirnhöhlenentzündungen oder Erkältungskrankheiten genutzt werden.

Grundsätzlich basieren derartige Behandlungen und Therapien auf zwei Prinzipien: Entweder Wärme, die dem Körper unmittelbar durch einen Träger wie Strahlung oder einer Moorpackung zugeführt wird, oder mittelbare im Körper erzeugte Wärme, wie sie bei einer Ultraschallanwendung initiiert wird. Generell gelten Behandlungen chronischer Beschwerden des Bewegungsapparates als wichtigstes Gebiet von Wärmeanwendungen. Chronischen Gelenkentzündungen und überstandenen Prellungen lassen sich gut durch derartige Quellen beruhigen. Warme Auflagen, Inhalation warmer Dämpfe und Saunagänge tun nicht nur dem Körper, sondern auch der Seele gut und ein beruhigendes Gefühl des Ausgleichs stellt sich ein.

Hier heißt es aufpassen!

Wärme ist jedoch nicht für alle Leiden geeignet, hier ist Vorsicht angebracht. Bei akuten Bandscheiben- und Ischiasbeschwerden, fortgeschrittenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, akuten Rheumaschüben oder fiebrigen Infekten raten Experten, einen Arzt aufzusuchen und nicht eigenmächtig zu handeln. Gleiches gilt für Venenleiden, Nierenschwäche, Ödemen sowie akuten Verletzungen. Durch die von Wärme geförderte Durchblutung kann es zu Schwellungen und weiterführend zu einer ungewollten Entzündung kommen.

Ein Gesundheitsbeitrag von Mag. Anita Arneitz.

 
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