Gelindo dei Magredi Via Roma 16
I-33090 Vivaro, Friaul
Telefon: +39-0427-97037
Email:
info@gelindo.it www.gelindo.it
Die Magredi und Gelindo Südlich der Bergkette, die sich von Aviano nach Cividale zieht, endeten vor tausenden von Jahren die riesigen Gletscher, die den gesamten Alpenraum bedeckten. Durch die Ablagerungen hat sich ein riesiger aus Stein und Kies geformter Hügel gebildet. Das Wasser der Flüsse Meduna und Cellina versickert sofort in den Untergrund und kommt erst 15 km südlich wieder an die Oberfläche, wo der gigantische Kieshaufen nach und nach dünner wird und in die Ebene übergeht. Die Magredi sind ein an die 400 km
2 großer Naturpark, deren Vegetation Steppencharakter wie in Russland aufweist.


Es hat sich hier eine einzigartige Fauna und Flora entwickelt. Der Blick in diese schier unendliche, kiesige Ebene, die nur mit wenigen Büschen, Magredi genannt, bedeckt ist, ist einzigartig in diesen geographischen Breiten. Mitten in diesem Trockengebiet liegt die Ortschaft Vivaro. Hier gründeten 1970 die Brüder Trevisanutto den landwirtschaftlichen Betrieb
Gelindo dei Magredi (
klick zum TV/Web-Video), der sich über die Jahre hinweg zu einem stattlichen Betrieb entwickelte und ein Paradebauernhof in puncto biologischer Produktion wurde. Das Wissen rund um die Lebensmittelproduktion und die einzigartige Landschaft der Magredi sind Besonderheiten, die nicht nur Schulklassen hierher finden lassen, sondern Touristen aus allen Teilen Europas, die diese Gegend auf ihre Weise entdecken wollen.


Die Kinder und Enkelkinder der Gründer arbeiten mit viel Familiensinn ständig an der Weiterentwicklung ihres Erbes. Neben dem Gemüse werden fast alle Lebensmittel, die dann im eigenen Agritourismusbetrieb angeboten und verkauft werden, selbst produziert. Obst- und Weinbau sind von großer Bedeutung. Alle Produkte können ab Hof bezogen werden und überzeugen mit Frische und Geschmack.


Auf den ca. 15 Hektar rund um das Stammhaus
Gelindo dei Magredi sind auch ein Reitstall sowie die Zimmer und Appartements und der Campingplatz untergebracht. Unweit davon räkeln sich die glücklichen Schweine in der Sonne, werden frische aromatische Kräuter gezüchtet, wachsen Beeren aller Art und vergnügen sich die Tiere, die den kleinen Besuchern so große Freude machen.


Alle Familienmitglieder der Trevisanuttos sind äußerst engagiert, und das Wohl ihrer Gäste liegt ihnen am Herzen. Die Küche des Hauses profitiert natürlich von den eigenen erlesenen Zutaten. Müssen andere Wirte oft große Anstrengungen unternehmen, um an den richtigen Lieferanten mit der frischesten Ware zu kommen, geht die
Gelindo-Crew einfach in den hauseigenen Garten, Weinkeller oder Backstube, dies zum Vorteil ihrer Gäste im Agritourismus-Restaurant. Die gesetzlichen Vorschriften sind sehr streng: Es dürfen nur selbstproduzierte Waren verkauft werden. Geringe Zukäufe aus nahen, ebenfalls landwirtschaftlichen Betrieben, sind gestattet.
Ein kleines Mittags-Menü 

Als Vorspeisen wurden
Prosciutto, Käse und Zucchini aus eigener Produktion serviert. Dazu das frische Brot, das ebenfalls täglich in house zubereitet wird. Selbstredend gab es dazu Weiß- und Rotwein aus dem eigenen Weinkeller. Selbstversorgung von bester Qualität, die auch Genießer, die an kulinarisch bodenständigen Gerichten interessiert sind, weiter gegeben werden. Die
Crespelle mit Zucchini und Speck waren hervorragend.


Es muss nicht weiter erwähnt werden, dass alle Zutaten aus eigener Produktion kommen. Der Chefkoch, Tiziano, ebenfalls ein Familienmitglied der jüngeren Generation, versteht sein Handwerk bestens und er ist in der glücklichen Lage, bei den Zutaten, die er für seine regionalen Gerichte benötigt, aus dem Vollen schöpfen zu können. Als zweite Paste gab es
Mezzelune mit Pinienkernen und Basilikum und sie stand der ersten um nichts nach. Die frischen Kräuter leisten einen Geschmacksbeitrag, den man sehr hoch bewerten muss.


Die Hauptspeise,
Huhn in Picolit nero gekocht mit Polenta. Der stressfrei heranwachsende Hendl wurde in Wein, Picolit nero, und Rosmarin, Thymian, Zwiebeln, Pilzen und Petersilie gekocht. Kein schlechtes Ende für einen Mistkratzer. Die Polenta wird klassisch zubereitet. 40 Minuten ständiges Rühren garantiert ein cremiges Endprodukt der Spitzenklasse. Ein bodenständiges Menü abseits aller Sterne und goldenden Kochlöffel, die es jedoch aufgrund des wunderbaren Geschmacks verdienen würde, und dies wurde beim selbstgemachten Nussschnaps als Digestif unsererseits nochmals ausdrücklich betont. Dieses kleine Mittagsmenü ist bei
Gelindo dei Magredi zum Fixpreis von € 15,-- zu haben. Ein Grund mehr für den nächsten Besuch.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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