Mitte September (14.-17.9.2006) findet auf den öffentlichen Plätzen im Zentrum der friulanischen Stadt Udine das Fest Friuli doc statt und verwandelt sie in ein buntes und lebensfrohes Konglomerat aus Geschichte, Kultur, Tradition und Genuss. Ein Erlebnis, das sich jedes Jahr tausende genussinteressierte Besucher aus Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland nicht entgehen lassen. Eindrücke und Emotionen der italienischen Lebensart wirken bei diesem Fest unmittelbar auf die danach Suchenden ein, die nach kurzer Zeit im selben Rhythmus mitschwingen.
Als Gast streift man durch die Gassen und Winkel der Stadt Udine und erfreut sich an den weitläufigen Plätzen, die voll Leben sind, aber auch viele zu enthüllende Geheimnisse verbergen, die es zu entdecken gilt. Eine gute Gelegenheit, trennende Barrieren zu überwinden und das Gemeinsame, das Schöne zu suchen und zu finden. In dieser Region treffen die romanische, slawische und germanische Kultur aufeinander und befruchten sich gegenseitig im positivsten Sinn. Vergessen sind die kriegerischen Auseinandersetzungen des letzten Jahrhunderts, die leider in diesem Raum für hunderttausende Tote verantwortlich sind. Jeder Sprach- und Kulturkreis besinnt sich seiner Werte und versucht, diese dem anderen verständlich zu machen und näher zu bringen. Die jeweilige Individualität ist das Gemeinsame.
Die Rede ist von Werten, die unterscheiden und kennzeichnen, die von Generation zu Generation überliefert werden, damit sie nicht verloren gehen: ein genetisches Besitztum. Jedes Friuli doc-Fest ist einer friulanischen Region, deren Eigenheiten und Traditionen gewidmet. 2006 sind es die Farben und Geschmacksrichtungen der Gebiete um Tarvisio und Gemona sowie die reizvollen Täler Valcanale, Canal del Ferro und Val Resia. Dabei handelt es sich um ein hinsichtlich vieler Aspekte ursprüngliches Gebiet, ein natürliches Paradies von intensiver Schönheit mit einer äußerst reichen Flora und Fauna. Ein museales Besitztum, das Geschichte, Wissenschaft, Technologie, aber auch Legenden und antike Traditionen bewahrt. Ein Gebiet der Handwerker mit besonderer Geschicklichkeit, eine Önogastronomie von herausragender Qualität, das Profil eines Gebietes, in dem der Mensch und die Natur die einzigen dominierenden Kräfte sind. 200 Aussteller präsentieren kulinarische Genüsse der Region, Kunst und Kunsthandwerk, Bücher und vieles mehr. In den vier Tagen gibt es auch ca. 150 Musikveranstaltungen auf den Straßen und Plätzen im Zentrum von Udine und alles bei freiem Eintritt!
Diese Reise nach Udine sollte man unbedingt mit einem Aufenthalt im Collio verbinden. Mitte September ist eine besondere Reisezeit für diese Weinbauregion. Je nach Rebe ist die Lesezeit in vollem Gang. Eine Tour durch den Collio gehört zu den schönsten Ausflügen, die man im Friaul unternehmen kann.
Hotelempfehlung: Castello di Spessa, Via Spessa 1, I-34070 Capriva del Friuli, Telefon: +39 0481 808 124, Email: castellodispessaresorts@paliwines.com, www.paliwines.com
Der Ursprung des Schlosses geht in das 13. Jahrhundert zurück. Zahlreiche berühmte Persönlichkeiten haben seit damals seine Geschichte als stets gastliches Haus geprägt. Unter anderem hatte auch Giacomo Casanova hier verweilt und verabsäumte es nicht, in seinen Tagebüchern ein Loblied auf die herrlichen Weine der Region zu singen. Bei der Renovierung im Jahr 1881 erhielt die Anlage ihrer frühere Pracht zurück.
Das Castello di Spessa ist von einem Park mit altem Baumbestand und den sanften Hügeln seiner Weingärten umgeben. Man fühlt sich hier wie in einer anderen Welt, deren Zauber im Gedächtnis hängen bleibt. Elegantes Ambiente, ein Hauch von Geschichte und ausgezeichneter Komfort prägen die Zimmer, die im Schloß zur Verfügung stehen, alle mit Blick auf den Park oder das umliegende Hügelland, in welches seit kurzer Zeit auch ein neuer 18-Loch-Golfplatz integriert ist.
Tipp: Verkosten Sie die Weine von Castello di Spessa!
Ein Reise- und Genusstipp von Gustav Schatzmayr.
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