Genuss im Horst des Schwarzen Adlers - Aquila Nera - in den friulanischen Alpen.
Enoteca con Cucina
Aquila Nera Via Roma 18
I-33080 Barcis, Friaul
Telefon:+39-0427-763 90
Montag Ruhetag.
Vorspeisen und Primi: € 5,50 bis € 6,50; Hauptspeisen: € 7,50 bis € 11,--; Dessert: € 3,--
Anreise:
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Valli Pordenonesi und Barcis Die Valli Pordenonesi sind reich an Geschichte und Traditionen sowie Kunst und unberührter Natur. Sie liegen im Westen Friauls in der Provinz Pordenone und umfassen die Bergtäler der Flüsse Cellina, Calvera, Meduno, Cosa und Arzino, das hügelige Alpenvorland zwischen den Flüssen Livenza und Tagliamento und das Grasland der Magredi. Um in die Ortschaft Barcis und den gleichnamigen See zu kommen, zweigt man in der Stadt Maniago ins Cellinatal ab, um nach einigen Kilometern Fahrt und nach mehreren Tunneln mitten in der friulanischen Bergwelt am smaragdgrün leuchtenden See Halt zu machen.


Im Sommer ist Barcis ein Zufluchtsort hitzegeplagter Tiefebenenbewohner, die hier in den Bergen Erfrischung und Abkühlung suchen und deren Spiegelbilder im Wasser des Sees bestaunen. Die Stimmung rund um den Barcis-See hat etwas Schwermütiges an sich, denn die steil aufragenden Berge und das Rauschen des Waldes können bei bestimmten Wetterkonstellationen bedrohlich auf den Betrachter wirken. Nach einer Wanderung entlang des Sees und einem kurzen Streifzug durch Barcis ist ein Besuch in der kulinarischen Oase des Valcellina, dem
Aquila Nera (
klick zum TV/Web-Video), von Emidio Giovannangelo und seiner Frau Oriana angesagt.


Das Lokal
Aquila Nera, schwarzer Adler, liegt gleich nebem dem Campanile von Barcis. Emidio und Oriana, beide nicht aus dieser Gegend stammend, führen hier in dieser Abgeschiedenheit ein Lokal auf höchstem Niveau. Ganz der traditionellen friulanischen Küche verschrieben, mit den dazu passenden Weinen der Region. Sowohl beim Essen als auch beim Trinken sind die Vorschläge der beiden meisterhaft und als Gast darf man sich voll und ganz dem Genuss hingeben. Persönliche Betreuung ist im
Aquila Nera oberstes Gebot und ergibt sich aufgrund des beschränkten Platzangebotes von fünf Tischen fast automatisch.
Das Valcellina Menü 

Die Begrüßung mit einem
Crostino mit Guanciale war schon sehr gelungen. Auf getoastetem Weißbrot gab es hauchdünne, warme Scheiben von der Wange des guten Tiers. Der folgende
Ziegenricotta war ein typischer Käse der Region. Ganz frisch und herrlich leicht mit phantastischem Geschmack.


Die Qualität seiner Waren ist Emidio ein besonderes Anliegen, das gilt für Lebensmittel ebenso wie für den Wein seiner Cantina. Die Fleischvorspeisen,
Petuccia - hier in Barcis Petuzza genannt - und
Onza waren Kostproben, die den ganzen Geschmack und die Traditionen der Verarbeitung des Cellinatals in sich trugen.


Bei einer kulinarischen Reise durch diese Gegend kommt man auch an den
Cjalcons nicht vorbei, in Halbmondform mit wildem Spinat und geräuchertem Ricotta. Der Spinat war geschmacklich exzellent und überhaupt war Emidios kreative Kombination der unterschiedlichen Zutaten meisterhaft.


Die ausgewählten Weine passten vorzüglich zu den Gerichten. Als nächste Pasta gab es locker flaumige
Gnocchi mit einem herrlichen Entensugo, perfekt gewürzt. Würden nicht schon mit den
Blecs eine neue Köstlichkeit von Emidio auf uns warten, so würde ich die Gnocchi zu meiner Hauptspeise wählen und auf ein Ancora bestehen.


Die
Lammkoteletts als Hauptspeise waren einfach sensationell. Unglaublich zart, nur mit Rosmarin, etwas Salbei und - nach dem Grillen - ein wenig Salz gewürzt. Sie zergingen auf der Zunge. Die Knochen wurden mit einer Folie umwickelt, um die Koteletts in die Hand zu nehmen und herzhaft zuzubeißen. Um bei den Schafen zu bleiben: bei diesem Gericht gab es nichts zu meckern. Dazu empfahlen Emidio und Oriana in typischer
Aquila Nera-Manier einen vorzüglichen Merlot von La Tunella aus Ipplis.
Ein Lokaltipp von
Gustav Schatzmayr.
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