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Heute ist Samstag, der 11.10.2008

Ein Ort der Erinnerung - Hohenau an der March, Österreich

Mit dem Besuch des Museums ziehen 70 Jahre österreichische Geschichte vorüber.

1939 wurde die Hohenauer Synagoge abgerissen, 1945 stand Hohenau unter russischer Besatzung, 1966-68 wurde das Wahrzeichen Hohenaus, der Glockenturm, aus verkehrstechnischen Gründen versetzt, 1977 wurde die Nordbahnstrecke elektrifiziert, 1989 fand an der March die erste Begegnung mit den slowakischen Nachbarn nach dem Fall des Eisernen Vorhangs statt, ab 1994 konnte man über eine provisorische Brücke in die Slowakei fahren und 2006 wurde die Hohenauer Zuckerfabrik geschlossen.

Das alles passierte in den letzten einundsiebzig Jahren, genauso solange dient das Museum Hohenau an der March als Ort der Erinnerung – an einige von diesen Ereignissen genauso wie an die ältesten Ansiedlungen in der Hallstattzeit oder an die Lebensverhältnisse in Hohenau um 1900. Nachdem die Sammlungen in der Hauptschule zunehmend in Vergessenheit gerieten, war ein neuer Standort für das Museum gefragt.

Geburts- und Sterbehaus von Oskar Sima
Hohenau an der March, Oskar Sima / Zum Vergrößern auf das Bild klickenÄltere Generationen erinnern sich gerne an den Schauspieler Oskar Sima, (1896-1969), der meistens den wohlbeleibten Intriganten in den vielen Nachkriegs-Filmen spielte. Sein Geburts- und Sterbehaus stand nun für das Museum zur Verfügung. Nach einigen Umbauarbeiten wurde am 26. Mai 2001 das Museum Hohenau an der March im neuen Haus eröffnet. Seither hat das Museum die drei Dauerausstellungsschwerpunkte “Ortsgeschichte“, „Oskar Sima“ und „Eisenbahn“ und jährlich mehrere Sonderausstellungen.

Museumspartnerschaft mit Skalica
Eine enge Zusammenarbeit entstand schon im Jahr 2002 mit dem Zahorske Muzeum Skalica, als die slowakischen Nachbarn in einer Sonderausstellung im Museum Hohenau die Region Zahorie präsentierten.
Im Jahr 2004, als die Slowakei der EU beitrat, wurde in Hohenau die von beiden Museen gestaltete Schau „Achtung Staatsgrenze!“ zur Geschichte der Grenzen und Brücken zwischen der Slowakei und Österreich gezeigt. Eine Präsentation in Hohenau widmet sich Fotografien zum Thema „Streifzug durchs Weinviertel“ von Alexandra Dobesch (2.6.-1.7.2007) und schließlich verspricht das „Sommerfest“ im Museumshof am 28. Juli 2007 wieder ein fröhliches Treffen mit Bekannten und Museumsfreunden.

Öffnungszeiten: bis 1. November 2007: Samstag, Sonn- und Feiertag von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Voranmeldung. Der Grenzübergang Hohenau ist täglich von 6:00 bis 22:00 Uhr geöffnet.

Museum Hohenau an der March „Ortsgeschichte – Oskar Sima – Eisenbahn“,
A-2273  Hohenau an der March, Hauptstraße 12
Telefon: +43-(0)2535-315 05 (Museum) oder +43-(0)2535-2307-0 (Gemeindeamt)

Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.


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