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Die Wahrheit über Kaffee

Genuss erlaubt: Kaffee ist bei vielen beliebt.
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Er ist der Muntermacher schlechthin und Volksgetränk Nummer eins in Deutschland: 160 Liter Kaffee pro Jahr oder vier Tassen pro Tag trinkt jeder Deutsche durchschnittlich.

Kaffee mit Nespresso-Maschine

Kein Wunder: Sein Koffein hebt die Stimmung, erhöht die Aufmerksamkeit und verbessert die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Dem Hallo-Wach-Getränk wird bis heute allerdings auch allerlei Negatives nachgesagt.

Zu Unrecht, wie man inzwischen weiß. Erst unlängst stellte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung richtig: „Die Geschichte vom Kaffee als Flüssigkeitsräuber beruht auf einem Irrtum.“ Er wirkt zwar kurzfristig harntreibend, beeinträchtigt aber auf lange Sicht den Flüssigkeitshaushalt nicht.

Röstung des Kaffees / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDen Blutdruck kann das Heißgetränk zwar erhöhen, aber nur vorübergehend. Zudem lässt dieser Effekt mit der Gewöhnung nach. Auf das Cholesterin im Blut wirkt nur ungefilterter Kaffee, wie man ihn in der Türkei und skandinavischen Ländern genießt. Der Papierfilter hält die cholesterinsteigernden Inhaltsstoffe zurück.

"Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wird durch moderaten Kaffeekonsum nicht gesteigert“, sagt Prof. Dr. Andreas Pfeiffer, Ernährungsmediziner am Deutschen Institut für Ernährungsforschung und der Berliner Charité.

Hochdruckkranke sollten testen, ob die Tasse Kaffee ihren Blutdruck gefährlich erhöht. Osteoporosepatienten dagegen empfiehlt Nina Effenberg, Gesundheitspädagogin am Immanuelkrankenhaus Berlin, am Tag maximal drei Tassen des Wachmachers, denn mit dem kurzfristig vermehrt ausgeschiedenen Urin verliert der Körper auch den Knochenbaustoff Kalzium.

Kaffee-Tasse / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWer zu Sodbrennen neigt, sollte selbst testen, ob er Kaffee verträgt. Magenempfindliche fahren oft besser mit Schonkaffee, der bei vollem Koffeingehalt weniger Säuren enthält. Auch Milch macht das schwarze Gebräu bekömmlicher.

In letzter Zeit machten verschiedene positive Wirkungen der beliebten Bohne Schlagzeilen. „Große Studien belegen, dass Kaffeetrinker nur halb so oft Diabetes bekommen wie Nichttrinker“, sagt Pfeiffer, „egal ob sie ihn mit oder ohne Koffein genießen.“ Dass der braune Einheizer das Parkinson-Risiko verringert, den Ausbruch von Alzheimer hinauszögert und die Leber vor Alkoholschäden bewahrt, ist nicht genügend belegt. Daher raten Experten Kaffee-Abstinenzlern noch nicht zum regelmäßigen Konsum des Heißgetränks.

Aber Kaffee-Fans können weiterhin ihren Muntermacher genießen: Bis zu vier Tassen am Tag stuft Pfeiffer als unbedenklich für Gesunde ein.

Quelle: GesundheitPro, DE


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