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Der richtige Weineinkauf

Wein ist ein sensibles Produkt, das sich bei unsachgemäßer Lagerung nachteilig verändern kann. Einkauf und Transport sind aber nicht nur Vertrauenssache. Wer einige Grundregeln beachtet, wird kaum eine "Katze im Sack" erstehen. Am besten gelagert werden Flaschen bis zum Verkauf beim Winzer selbst, im Dunkeln und bei gleichmäßig kühler Temperatur und ausreichender Feuchtigkeit. Deshalb, und verbunden mit dem Einkaufserlebnis mit Verkostung und eventueller Besichtigung des Kellers, ist der Ab-Hof-Verkauf eine beliebte Möglichkeit, sich einen Weinvorrat anzulegen.
Viele Konsumenten schätzen auch das Wissen um die genaue Herkunft, die Landschaft und die Persönlichkeit der Weinbauern. Nicht vergessen sollte man, sich rechtzeitig telefonisch anzumelden, und verstehen, dass Winzer nicht unbeschränkt Zeit haben oder nicht anwesend sind; und üblicherweise können Weine, die nicht mehr im Verkauf sind, auch nicht probiert werden.
Nach dem Kauf darf man aber nicht den Fehler begehen, den Wein im Auto bei sehr hohen oder sehr niedrigen Temperaturen (Frost) länger liegen zu lassen. Im Winter muss er über Nacht aus dem Wagen geräumt - oder beim Winzer deponiert und erst am nächsten Tag abgeholt - werden. Nach einer längeren Reise braucht der Wein eine gewisse Erholungsphase (je nach Sorte und Alter bis zu vier Wochen). Wer in Vinotheken oder im Lebensmitteleinzelhandel Wein kauft, sollte sich nach den Lagerbedingungen erkundigen. Werden die Flaschen zu warm aufbewahrt, reift der Wein schneller; so kann es passieren, dass ältere Jahrgänge schon frühzeitig ihren Höhepunkt überschritten haben.
Zu stark beleuchten (Lichtgeschmack!) oder stehende Flaschen (der Kork trocknet aus und der Wein oxydiert) sollte man nur greifen, wenn man sicher ist, dass diese nicht allzu lang in dieser Position ihrer eigentlichen Bestimmung harrten; ist Staub auf dem Glas zu sehen, sollte man lieber die Finger davon lassen. Besonders heikel, was den Einfluss von Licht betrifft, sind Schaumweine, die man deshalb auch nur im Original-Karton mitnehmen sollte.
Wein ist ein Kulturprodukt, dessen Erzeugung mit viel Arbeit verbunden ist. In der Art, wie er angeboten wird, sei es vom Winzer, Importeur oder Verkäufer, offenbart sich die jeweilige Einstellung dazu.
Auszug aus dem Buch SLOWENIEN, Ein Wein-Reise-Führer, von Wolfgang Dähnhard, erschienen im Verlag 55PLUS.
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