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Heute ist Montag, der 06.10.2008

Das Grüne Gewölbe in Dresden, Deutschland

Blitzende Edelsteine und schimmernde Perlen in barocker Schatzkammer von August dem Starken in Dresden.

55PLUS Grünes Gewölbe, Dresden - Der Hofstaat zu Delhi am Geburtstag des Großmoguls Aureng-Zeb

Besucher der Stadt an der Elbe möchten seit dem Vorjahr auch das „Grüne Gewölbe“ besichtigen. Der Ansturm ist groß, sodass Karten im voraus bestellt werden müssen, doch der Aufwand lohnt sich auf jeden Fall.

55PLUS Grünes Gewölbe, Dresden - Fregatte / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIst man einmal bis ins Innere vorgedrungen, garantieren die Räume „Bernstein Kabinett“, Renaissancebronzen“, „Juwelenzimmer“, „Silbervergoldetes Zimmer“ und „Pretiosensaal“ ungeahnten Kunstgenuss. Nicht zu vergessen im „Neuen Grünen Gewölbe“, einen Stock höher, die Vitrinen mit dem „Goldenen Kaffeezeug“ als prächtiger Aufbau aus Porzellan, Gold und Elfenbein, mit dem „Hofstaat des Großmoguls“ vom berühmten Goldschmied Dinglinger mit winzigen Edelstein- und Goldfiguren, die „Elfenbeinfregatte“  und der bekannte „Mohr mit der großen Smaragdstufe“, mit schimmernden Perlen und Edelsteinen geformte Zwergen-Figuren wie z. B. „Fröhlicher Winzer“ und „Koch auf einem Bratrost geigend“, sowie  prachtvolle Rubingläser, große venezianische Fadengläser und Beispiele alter schlesischer Glaspokale.

55PLUS Grünes Gewölbe, Dresden - Perlfiguren Fröhlicher Winzer und Koch, der auf einem Bratrost geig / Zum Vergrößern auf das Bild klicken Das ursprünglich kleine Grüne Gewölbe mit grün gefärbtem Mauerwerk wurde 1723 vom sächsischen Kurfürsten und polnischen König August dem Starken zum Schatzkammermuseum umgestaltet. Die Räume mit Kunstwerken der Renaissance und des Barock füllten sich bald mit sagenhaften Edelsteinen, Gläsern, Elfenbein-, Gold- und Silberexponaten. August der Starke verstand es, Künstler von Weltruf für seine Sammlungen zu gewinnen und machte damit Dresden zum kulturellen Mittelpunkt. Der Zweite Weltkrieg bedeutete Auslagerung von Kunstwerken, 1945 Transport in die Sowjetunion, die 1958 die Sammlung nach Dresden zurückgab. Highlights der Sammlung waren zwischenzeitlich in einem Museum in Dresden untergebracht und zu besichtigen. Der gesamte Bestand an Pretiosen musste allerdings auf die Restaurierung der Schlossräume warten. 30 Betriebe mit über 100 Restauratoren, Handwerkern und Bildhauern neben Architekten und Wissenschaftlern arbeiteten ein Jahrzehnt an der Wiederherstellung der Räume und der Restaurierung der Objekte.

Führungen, Audioguide und der hervorragend gestaltete Katalog bieten weitere Informationen, die den Besuch zusätzlich zu einem besonderen Erlebnis machen.
Jedenfalls: viel Zeit dafür nehmen!

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 bis 19:00 Uhr, Dienstag geschlossen.

Residenzschloss Dresden
Taschenberg 2
D-01067 Dresden
www.skd-dresden.de

www.dresden-tourist.de

Ein Kulturtipp der 55PLUS-Kunstexpertin Helga Högl.

Lesen Sie auch:
Eine Stadt der Erneuerung - Dresden in Deutschland


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1 Kommentar
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  von Viennese am 07.03.2008 14:28
Dresden ist ganz einfach eine Stadt die man gesehen haben muss! Allerdings ist es ein bisschnebitter wenn man dann dort ist und feststellt daß die Karten für das historische grüne Gewölbe für ein halbes Jahr im voraus gebucht hätten werden sollen. Das wird nämlich nirgends erwähnt.
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