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Budapester Frühlingsfestival 2009: Haydn-Schwerpunkt

Anlässlich des diesjährigen Budapester Frühlingsfestivals gibt es auch einen Haydn-Schwerpunkt.

Von den Jubilaren des Jahres, die auch international Achtung hervorrufen, gedenkt man in erster Linie des Komponisten, der den multikulturellen Hintergrund bezüglich des europäischen Daseins aus seinem dreisprachigen Heimatort mit sich brachte.

Anlässlich des 200. Todestages von Joseph Haydn gedenkt das Budapester Frühlingsfestival des Genies mit einem Konzert- und Opernprogramm, einem Querschnitt seines Lebenswerks. Initiale der Reihe ist der Haydn-Abend des berühmten Miklós Perényi und des Kammerorchesters Franz Liszt, in dem neben zwei wunderschönen Symphonien (c-Moll, e-Moll) auch die Cellokonzerte in C-Dur und D-Dur erklingen. Das Ensemble Matheus und sein Dirigent Jean-Christophe Spinosi stellen sich in Budapest mit der Symphonie in g-Moll vor. Das Kodály- und das Bartók-Quartett präsentieren dem Publikum je ein Streichquartett; Ágnes Szakály, Meisterin des Zimbals, tritt mit eigenen Transkriptionen sowie Werken zeitgenössischer Komponisten, die diese Haydn widmeten, auf die Konzertbühne.

Auch von Haydns sakralen Werken wird eine besonders reiche Auswahl geboten: Zoltán Peskó dirigiert die Nelson-Messe an der Musikakademie, unter dem Motto „Napoleon ante portas“ erklingen in der Matthiaskirche die St. Nikolaus- und die Paukenmesse, dann unter dem Titel „Vor Palmsonntag“ das Te Deum und die Theresienmesse. In ungewöhnlicher Form wird auch das Werk Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze aufs Programm gesetzt, mit Schönbergs Fünf Orchesterstücken in den Pausen zwischen den Sätzen. Die Jahreszeiten, die ein neues Kapitel in der Musikgeschichte eröffneten, werden von György Vashegyi – an der Spitze seiner Ensembles – dirigiert.

Eine Sensation des Festivals scheint die Inszenierung von zwei Opern des Maestros zu werden: Philemon und Baucis, die zum Besuch von Maria Theresia in Eszterháza entstand, wird unter der musikalischen Leitung der griechischen Konstantia Gourzi sowie der Regie von Balázs Kovalik zu neuem Leben erweckt; in der Titelrolle von Orpheus und Eurydike kann das Publikum Andrea Rost begrüßen, am Dirigentenpult steht Ádám Fischer, Regie führt Sándor Zsótér.

Aber natürlich hält das Haydn-Jahr auch für Kunstinteressierte Überraschungen bereit. Unter dem Titel Uhren-Symphonie wird im Kunstgewerbemuseum eine prunkvolle Ausstellung über die Geschichte der Uhren eröffnet.

www.budapesterfruhlingsfestival.com

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Ein Kulturtipp von Edith Spitzer.

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