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Ausstellung Franz Joseph I. in Olmütz, CZ

Franz Joseph I. und die hannakische Hauptstadt - eine Ausstellung von 16.12.2016 bis 19.2.2017.
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© Heimatkundliches Museum in Olmütz / Olmütz, CZ - Ausstellung Franz Joseph I in Olmütz / Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Ausstellung Franz Joseph I. in Olmouce, CZ

Was verbindet Franz Joseph I. mit Olmütz? Dies und viele weitere unbekannte Aspekte rund um den österreichischen Kaiser verrät die neue Ausstellung „Franz Joseph I. und Olmütz“, die bis 19.2.2017 im Heimatkundlichen Museum in Olmütz zu sehen ist.

Am 21. November 2016 gedachte man des 100. Todestags des österreichischen Kaisers Franz Joseph I. (1830-1916), welcher insgesamt 68 Jahre auf dem Thron verbrachte und somit einer der am längsten herrschenden Monarchen in der Geschichte ist. Unter den Monarchen, die sich im Laufe der Geschichte auf dem tschechischen Thron abwechselten, gehört Franz Joseph I. zu den bekanntesten aber auch zu den am widersprüchlichsten wahrgenommenen Persönlichkeiten. Dazu beigetragen haben einerseits die politischen Entscheidungen des Kaisers und andererseits das bewegte Familienleben, das von einigen persönlichen Tragödien geprägt war. Die Herrschaft Franz Josephs I. überdauerte die ganze zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges.

© Heimatkundliches Museum, Olmütz / Ausstellungsplakat zu Franz Joseph I in Olmütz, CZ / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn Zusammenhang mit dem erwähnten Jahrestag und der besonderen Beziehung des Kaisers zur mährischen Stadt Olmütz zeigt das Heimatkundemuseum in Olmütz eine Ausstellung, die an die Persönlichkeit Franz Josephs I. als häufigen Gast in Olmütz erinnert. Sie stellt die Art und den Ablauf seiner Besuche dar, aber auch auf welche Weise er im Stadtleben reflektiert wird. Im abschließenden Teil der Ausstellung werden die wichtigen Jubiläen und Feste des Kaisers dargestellt.

„Eine solche Ausstellung schulden wir der Geschichte unserer regionalen Hauptstadt. Es ist gut, dass die Ausstellung einen der weißen Flecken auf der Landkarte sowohl der relativ jungen Geschichte von Olmütz und Mähren als auch der Geschichte ganzes Tschechiens füllt. Sie erzählt bestimmt nicht nur über eine Persönlichkeit, sondern stellt auch ein wertvoller Beitrag dar, der an einen erheblichen Teil des Lebens unserer Vorfahren erinnert“, meint Oto Košta, Kreishauptmann des Kreises Olmütz, der der Gründer des Heimatkundemuseums in Olmütz ist.

Das Thema des Kaiserbesuches zeigt, dass Olmütz nicht nur in der Geschichte der Monarchie, sondern auch im Leben der Monarchen eine wichtige Rolle spielte. Damals übernahm der achtzehnjährige Erzherzog Franz Joseph im erzbischöflichen Palast am 2. Dezember 1848 die Regierung und wurde damit zum Kaiser unter dem Namen Franz Joseph I. Es war jedoch nicht das erste Mal, dass er Olmütz als Erzherzog besuchte. Die Wände der geschützten Festung gaben ihm die Möglichkeit die Stadt bereits bei seinem ersten kurzen Aufenthalt mit 14 Jahren kennenzulernen. Zwei Jahre später erlernte er dort sogar Fähigkeiten und Kenntnisse bei einer Militärausbildung.

„Die Abdankung seines Onkels und der Anfang der neuen Monarchie waren  sehr außergewöhnliche und unvergleichliche Ereignisse. Für einige Monate wurde der Olmützer Bischofspalast zum Zentrum der Monarchie, von wo aus der junge Kaiser Franz Joseph I. sein Reich regierte. Obwohl er nach der Normalisierung der Situation nach Wien zurückkehrte, hat er Olmütz nicht vergessen und ist einige Male zurückgekehrt. Auch in Olmütz hat man ihn nicht vergessen. Der Ort der Thronbesteigung wird auch weiterhin von vielen Touristen besucht.“ betont Jan Graubner, Erzbischof von Olmütz und Metropolit von Mähren.

© Heimatkundliches Museum in Olmütz / Olmütz, CZ - Ausstellungsansicht / Zum Vergrößern auf das Bild klickenOlmütz wurde dann noch mehrere Male Mittelpunkt des Herrschaftsinteresses. Bereits in den fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Stadt wiederholt als Ort politischen Verhandlungen mit dem russischen Zar Nikolaus I. ausgewählt. Franz Joseph I. verweilte auch im Jahr 1866 kurz in Olmütz im Rahmen des Besuches der Orte, die von den Kämpfen während des verlorenen preußisch-österreichischen Krieges betroffen waren. Außer den beliebten militärischen Manövern beinhaltete das Programm des kaiserlichen Aufenthaltes in Olmütz die Besichtigung der lokalen Institutionen und Einrichtungen. Im Jahr 1872 besuchte er zum Beispiel das Slawische Gymnasium, wo man gerade die Matura abhielt. Bei seinem Besuch im Jahr 1880 besuchte er das Krankenhaus in Hradisko, das Industriemuseum, den Schießplatz und viele andere Orte.

„Neben dem Ablauf und der Art und Weise des erwähnten Besuches stellt die Ausstellung ausgewählte Aspekte des Lebens des Kaisers vor und enthüllt, wo Franz Joseph I. während seines Aufenthaltes in Olmütz wohnte, wie er sich amüsierte, wie er in der Umgebung von Olmütz Wild bei der Jagd erlegte, oder wie er seine Geburtstage feierte. In der Ausstellung finden die Besucher Exponate verschiedener Natur. Darunter sind auch welche, die bisher noch nie ausgestellt waren und die aufgrund ihres Zweck und der außergewöhnlichen Konservierung einzigartig sind.“ sagt der Direktor des Heimatkundemuseums Olmütz Břetislav Holásek. „Ein Beispiel ist die Sammlung der lichtdurchlässigen Mosaike, die zur festlichen Beleuchtung der Stadt in den Abendstunden verwendet wurde. Die Besucher können auch persönliche Gegenstände seines Privatbesitzes bewundern, wie beispielsweise den kaiserlichen Kindertisch oder die Marschalluniform. Es fehlt auch nicht an Erinnerungsstücken – z.B. die Feder, mit der sich der Kaiser in Olmütz unterschrieb, oder eine Schießscheibe, auf die er geschossen hat“, ergänzt Markéta Doláková, die Kuratorin der Ausstellung.

„Die Ausstellung Franz Joseph I. in Olmütz bietet eine seltene Gelegenheit für eine 'Begegnung mit der Kaiserzeit' genau so, wie er es in der 'hannakischen Hauptstadt' erlebt hat. Sie bietet auch zumindest teilweise eine Möglichkeit zur Wiedergutmachung der gedachten Schuld gegenüber den 'alten Monarchen', unter deren Herrschaft die Stadt Olmütz einen ungewöhnlichen Aufschwung erlebt hat“, erklärt Holásek.

Nähere Informationen:
www. vmo.cz
www.czechtourism. com


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Ein Reise- & Ausstellungstipp von Edith Spitzer.

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