Verdammter Krieg am Isonzo, 1915 - 1917.
Museum Kobarid
Weltkriegsmuseum Gregorciceva 10
SLO-5222 Kobarid
Telefon: +386-5-389 0000
Email:
info@kobariski-muzej.si,
kobariski.muzej@siol.net www.kobariski-muzej.si
Öffnungszeiten April bis September: Mo bis Fr 9.00 bis 18.00 Uhr; Sa, So und Fei 9.00 bis 19.00 Uhr
Oktober bis März: Mo bis Fr 10.00 bis 17.00 Uhr; Sa, So und Fei 9.00 bis 18.00 Uhr
Deutschsprachige Führungen
Das Museum 

„Das
Museum Kobarid (
klick zum TV/Web-Video) ist kein Kriegsmuseum, sondern ein Museum des Menschen und seiner Not. Es ist kein Museum, das von Sieg und Ruhm, von eroberten und niedergetrampelten Fahnen, von Eroberung und Rachsucht, Revanchismus und Nationalstolz handelt. Im Mittelpunkt steht der Mensch, jener, der laut oder in Gedanken, für sich oder seine Kameraden in den verschiedenen Sprachen der Welt unaufhörlich
`Verdammter Krieg!` sagt. In diesem Fluch ist die zentrale Botschaft des Museums Kobarid enthalten, dessen Erfolg, Berechtigung und Notwendigkeit, das es lebt und sich entwickelt.“ Dr. Branko Marušič, Museum Kobarid.


Im Oktober 1990 wurde das
Museum Kobarid, 20 km von
Bovec (
klick zum TV/Web-Video) entfernt, eröffnet. Die Ausstellung ist wegen der legendären historischen Umstände und der gegen den Krieg gerichteten Mahnung in vielen Ländern auf große Resonanz gestoßen und konnte viele internationale Auszeichnungen erlangen. Außer dem Museum sind in der Umgebung von Kobarid noch zahlreiche Mahnmäler des ersten Weltkriegs zu besichtigen. Oberhalb von Kobarid befindet sich ein großes Beinhaus, von hier führt ein Weg zu den Stellungen der 3. italienischen Verteidigungslinie. Überall in den Bergen verlaufen Militärstraßen mit Bunkern, Kavernen und Schützengräben.
Die 12. Isonzoschlacht 

Kobarid/Karfreit/Caporetto ist ein Ort, der mit dem Schicksal tausender Soldaten zahlreicher Nationen verbunden ist. Der Höhepunkt der schicksalhaften Ereignisse fand in den düsteren Oktobertagen des Jahres 1917 statt. Auf einem kleinen Gebiet im oberen Socatal drängten sich mehr als 600.000 italienische, österreich-ungarische und deutsche Soldaten. Gefeuert wurde aus mehr als 5.900 Geschützen aller Kaliber.
Im
Kobarid Museum werden insbesondere die taktischen Operationen an der Isonzofront gezeigt - und zwar die 12. Isonzoschlacht vom 24. Oktober bis 9. November 1917, die je nach Sichtweise der beteiigten Kriegsparteien als


"Wunder von Karfreit" oder große Katastrophe in die Geschichte einging. Mit der Glorifizierung des Sieges sind jedoch die Leiden aller beteiligten Soldaten nicht zu tilgen. Der einfache Soldat feierte den Sieg nicht mit Champagner, sondern war froh, überlebt und diesem Martyrium entronnen zu sein. Gefühle, die Generalstäblern vielfach fremd waren. Sie sahen im einfachen Soldaten nur Menschenmaterial, das man ohne zu zögern für abstruse Ideen opferte. Das menschliche Leid wurde ignoriert. Verhaltensweisen, die heute noch in vielen Kreisen praktiziert werden.
In 12 Räumen des
Kobarid Museums wird das Leben und vor allem das sinnlose Sterben an der Isonzofront dokumentiert. Ergreifend die Darstellung eines italienischen Soldaten, der in einer winzigen Kaverne den
letzten Brief seines kurzen Lebens an seinen Vater schreibt. Aus seinen Worten hört man die Not und die Gefühlswelt des jungen in den Kampf geschickten Menschen heraus.
Die traurige Bilanz an der Isonzofront: 400.000 Tote (davon 330.000 begraben) und 700.000 meist schwerst Verwundete. Verdammter Krieg!
Ein Museumstipp des
www.55plus-magazin.net
Video - Kobarid Museum, Museum des 1. Weltkriegs Lesen Sie auch:
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